Prekariat – Generation ohne Vertrag

“Die Jungen”, auch genannt “Generation Fucked” oder “Generation Prekär”, machen von sich reden. Nachdem sie allseits, in Feuilletons, Kommentaren aber auch von PolitikerInnen, als unpolitisch, phlegmatisch und Spaß-orientiert abqualifiziert wurden, ist spätestens nach dem Studierenden-Protestjahr 2009 klar: Nicht alle wollen ihre Situation widerstandslos hinnehmen. Dennoch: Viele, nicht nur der angehenden AkademikerInnen, die von “atypischen” Arbeitsverhältnissen besonders betroffen sind, schwanken zwischen Aufstand und Anpassung – “Wutgetränkte Apathie”, wie Michael Hirsch diesen Zustand nennt. Hinter dem Schlagwort „Flexibilisierung“ versteckt sich eine systematisch durchgesetzte Verunsicherung der Gesellschaft und der Arbeitswelt. Entsolidarisierung, Eigennutz und Hierarchiedenken sind die Folge. Nicht wenige haben auch das Gefühl, um ihre Partizipationsmöglichkeiten betrogen zu werden, fühlen sich ausgenutzt. Welche Perspektiven haben die jungen Generationen sozial, politisch und wirtschaftlich?

Darüber diskutierten im SUPERTAALK Florian Christof und Werner Reisinger von nonapartofthegame.eu mit Claudia Gamon, stellvertretende Bundesvorsitzende der “Jungen Liberalen”, Bernhard Heinzlmaier, Jugendkulturforscher und Michael Schmid, freier Journallist u.a. bei FM4 und Ö1, sowie Santa Precaria, Sozialwissenschafter.

>> Sidenote: Chatroom der parallel zur Sendung offen war.

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